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Avocado
Avocado

Avocado

Die gesunde Kalorienbombe
Systematik
Wissenschaftlicher Name: Persea americana
Englischer Name: Avocado
Weitere Namen: Butterbirne, Aligatorbirne, Persimone
Ordnung: Lorbeerartige (Laurales)
Familie: Lorbeergewächse (Lauraceae)
Gattung: Persea
Saison: August - Mai
  • Wasser 66,5%
  • Kohlenhydrate 2%
  • Proteine 2%
  • Fette 23,5%
  • Rohfaser 6,3%

Das Wahrzeichen gesunder Ernährung

Nur wenige Früchte haben in den letzten Jahren so einen rasanten Anstieg in ihrer Popularität erfahren wie die Avocado. Sowohl in der Küche als auch in der Beauty-Branche ist die Avocado das Symbol für Modernität und einen gesunden Lifestyle. Doch ist die Avocado überhaupt eine Frucht? Denn vor allem in Europa wird die Avocado oft wie ein Gemüse behandelt und in salzigen Speisen wie Brotaufstrichen, Dips oder Burgern verwendet. Tatsächlich ist die Avocado eine Beere aus der Familie der Lorbeergewächse und wird deshalb zu den Früchten gezählt. Wegen ihres sehr hohen Kaloriengehalts geriet die Avocado nach ihrem rasanten Aufschwung zunächst in Verruf. Da ihr hoher Fettanteil allerdings aus ungesättigten Fettsäuren besteht und die Frucht auch ansonsten enorme Mengen an gesunden Inhaltsstoffen besitzt, wurde die Avocado zum Inbegriff eines gesundheitsbewussten Ernährungsstils.

Nährwertangaben

Menge pro 100 Gramm

Kalorien 160
Fettgehalt 15 g
Gesättigte Fettsäuren 2,1 g
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren 1,8 g
Einfach ungesättigte Fettsäuren 10 g
Cholesterin 0 mg
Natrium 7 mg
Kalium 485 mg
Kohlenhydrate 9 g
Ballaststoffe 7 g
Zucker 0,7 g
Protein 2 g

Ursprung & Herkunft

Gesundheit

Zubereitung

Wissenswertes

Ursprung & Herkunft

Die spanischen Eroberer entdecken die Avocado für Europa

Erste Funde von Avocadosamen sind etliche tausend Jahre alt. Bereits um 7.800 vor Christus wurde die Frucht angebaut und von den Azteken als Allheilmittel verwendet. Als sich die spanischen Eroberer im 16. Jahrhundert in Südamerika ausbreiteten, lernten sie auch die Avocado kennen, welche wegen ihrer fettigen Art schnell als "Butter des Waldes" bekannt wurde. Von den Einheimischen wurde die Frucht als "ahuacatl" bezeichnet. Weil die Spanier dies aber nicht wirklich ausprechen konnten entstand bei den Eroberern zunächst der Name "aguacate", welcher sich über die Jahrhunderte weiterentwickelte und durch Mundarten in Europa als Avocado bezeichnet wird.

Die ersten literarischen Erwähnungen finden sich dementsprechend in den Aufzeichnungen der spanischen Entdecker und Kapitäne. Der spanische Seefahrer Hernán Cortés betrat 1519 mutmaßlich als erster weißer Mann Mexiko City und er fand auch heraus, dass die Avocado ein Grundnahrungsmittel der Einheimischen ist. Auch heute werden in Mexiko noch Millionen Tonnen Avocados für den eigenen Verbrauch angebaut. Die Frucht ist ein wesentlicher Bestandteil bei fast jeder Mahlzeit in Mexiko und der Großteil der in Europa verbreiteten Anwendungen stammt von dort.

Wann erreichte die Avocado Europa?

Der genau Zeitpunkt, wann die Frucht nach Europa gelangt ist nicht abschießend historisch belegt. Einige Indizien deuten darauf hin, dass Hernán Cortés nach der Entdeckung im 16. Jahrhundert bereits einige der Früchte zurück nach Europa brachte. Andere Quellen lassen jedoch darauf schließen, dass erst die englischen Seefahrer und Händler für den Avocado Import nach Europa verantwortlich gemacht werden. Doch war die Avocado dabei weit mehr als nur ein Handelsgut. In der damals harten Zeit der Seefahrt diente sie als idealer Kalorien und Nährstofflieferant und entwickelte schnell eine große Beliebtheit bei den Mannschaften der Segelschiffe. Aufgrund ihres hohen Protein- und Fettgehalts und weil die passierte Frucht oft auf den Schiffszwieback geschmiert wurde nannten die Seeleute die Avocado auch "Butter des Bootsmanns".

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Gesundheit

In ihrer Zusammensetzung unterscheiden sich Avocados von anderen Früchten durch ihren 32%igen Fettgehalt. Es handelt sich dabei um wertvolles, leicht verdauliches Pflanzenfett mit einem hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die den Cholesterinspiegel positiv beeinflussen. Avacados gelten auch als Balsam für Herz, Immunsystem und Gefäße, vermindern Stress, fördern die Hirn- und Hautdurchblutung, regen die Produktion von roten Blutkörperchen an und neutralisieren überschüssige Magensäure. Zudem stärken Avocados die Muskeln, lindern Krämpfe und gelten als Geheimtipp bei Muskelkater. Aufgrund ihres die Insulinproduktion hemmenden und den Blutzuckerspiegel senkenden Gehalts an „Mannoheptulose“ ist die Avocado auch gut als Diätnährungsmittel verwendbar.

Avocados sind ausschließlich für die menschliche Ernährung zu empfehlen. Bei Hunden verursacht die Frucht beispielsweise Lebensgefahr, da sie Gifte enthält, die den tierischen Organen schwer schaden.

Zubereitung

Zuerst halbiert man die Avocado und entfernt den ungenießbaren Kern, indem man die beiden Hälften sanft mit einer kleinen Drehbewegung voneinander trennt. Das Fruchtfleisch sollte anschließend mit Zitronen- oder Limettensaft beträufelt werden, damit es sich nicht braungrau färbt. Die Kernmulde kann mit Zucker oder Salz und Pfeffer gewürzt, oder mit Kräutermarinade, Krabben-, Matjes- sowie mit Fruchtsalat gefüllt werden. Man kann das Fruchtfleisch jedoch auch mit einer Gabel zerdrücken und als Brotaufstrich verwenden. Avocadofleisch sollte nie starker Hitze ausgesetzt werden, da sich die hitzeempfindlichen Inhaltsstoffe sonst in ein bitteres Aroma verwandeln.

Wissenswertes

Hoher Wasserverbrauch beim Anbau

Die weltweit rasant gestiegene Nachfrage bringt vermehrt Farmer dazu, statt traditionellen Feldfrüchten Avocados anzubauen, da es sich hierbei um ein sehr lukratives Geschäft handelt. Allerdings bedarf der Avocado-Anbau großer Wassermengen. Für die Produktion von einem Kilo Tomaten beispielsweise wird im globalen Durchschnitt rund 180 Liter Wasser verbraucht. Für ein Kilo Avocados dagegen sind es nach Recherchen des Magazins „Die Zeit“ gut 1000 Liter.

Die dänische NGO Danwatch hat in diesem Zusammenhang in einer Recherche aufgedeckt, welche katastrophalen Folgen der Avocado-Anbau in Chile hat. Die Landbevölkerung in der Provinz Petorca muss inzwischen mit Tanklastzügen mit Wasser versorgt werden. Was früher im Überfluss vorhanden war, müssen die Bauern jetzt streng rationieren. Man sollte in Zeiten zunehmender Klimaprobleme also zweimal darüber nachdenken, ob und wieviel Avocados für den Genuss wirklich nötig sind.

Avocado als Zimmerpflanze

Als Inbegriff des modernen und bewussten Lebens ist die Avocado nicht nur gesund und nützlich, sie kann auch vollständig verwertet werden. Der eigentlich ungenießbare Kern kann zum keimen und schließlich wachsen gebracht werden. Den Kern einfach in ein Glas zur Hälfte voll mit Wasser befüllen und den Kern  mit Hilfe eines Stöckchens so befestigen, dass er an der unteren Seite mit Wasser bedeckt wird. Alternativ kann ein Avocadobaum-Set verwendet werden. Nach wenigen Tagen keimt der Kern und kann in Blumenerde eingepflanzt werden. Es wächst nun eine wundervolle Avacadopflanze, die Ihrer Wohnung einen ganz besonderen Charme verleihen wird.

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